Bienen feiern nächsten Auswärtssieg

Im Sonntagsspiel gegen den Berliner TSC wahrten die Bienen ihre weiße Weste. Sie setzten sich souverän mit 17:36 (8:19) durch.

Wie schon im Pokalspiel in Zwickau konnte Cheftrainerin Maike Daniels nur auf einen Rumpfkader zurückgreifen. Die ohnehin angespannte Personalsituation verschärfte sich in der 49. Minute sogar noch einmal: Julia Mauksch (1 Tor) verletzte sich bei einer Abwehraktion am Knöchel und musste die Platte humpelnd verlassen.

Der Berliner TSC hatte Anwurf und die Bienen starteten wie gewohnt mit ihrer starken 5:1-Deckung. So produzierten die Gastgeberinnen in der Anfangsphase gleich mehrere technische Fehler. Tammy Kreibich (4 Tore) hielt nach einem Ballgewinn aus der zweiten Reihe aufs Tor und netzte zum 0:1 ein. Es folgte das nächste Bienentor durch Jasmin Eckart (4/1 Tore) nach schönem Zuspiel von Mauksch. Mit einem Konter zum 0:3 sorgte Kreibich für einen gelungenen Start in die Partie. In der fünften Minute nutzte Josephin Keßler (7/1 Tore) eine Lücke hinter der Deckungsspitze für das erste Tor des TSC (1:3). Die Bienen blieben weiter dominant. Mit zwei Treffern von Leonie Meersteiner (5 Tore) und einem Tor von Olesia Parandii (7 Tore) bauten sie den Vorsprung auf 1:6 aus. Parandii stellte mit ihrem Treffer zum 2:7 den alten Abstand wieder her. Kurz darauf erhöhte sie mit einem Heber auf 2:8. Nach einem weiteren Fehler des TSC war Mauksch nicht zu stoppen und netzte zum 2:9 ein. Nach dieser starken Anfangsphase produzierten die Bienen deutlich mehr Fehler. Durch ungenutzte Chancen im Angriff setzten sie sich nicht weiter ab. Stattdessen fanden die Gastgeberinnen etwas besser in die Partie und nutzten die Lücken, die ihnen der HCR anbot. Nach dem 6:12 in der 22. Minute zogen die Bienen das Tempo wieder an. Einen Pass von Isabel Wolff (4 Tore) verwertete Eckart zum 6:13. Dann vollendete Meersteiner nach einer guten Ball-Mitnahme erst einen Konter zum 6:14 und netzte anschließend von außen zum 6:15 in die lange Ecke ein. Kurz vor dem Pausenpfiff landete der Ball nach mehreren Passstationen bei Kreibich, die frei vom Kreis den 8:19-Halbzeitstand erzielte.

Der zweite Durchgang begann mit einem weiteren Bienen-Tor – Wolff netzte aus zentraler Position ein (8:20). Der HCR versuchte die Spannung trotz der deutlichen Führung hochzuhalten und setzte immer wieder Nadelstiche, wie den 4:0-Lauf ab der 38. Minute. Zunächst tauchte Vanessa Huth auf der Linksaußen-Position auf und traf zum 13:23. Wolff erhöhte auf 13:24. Dann bekam Parandii als Einläuferin einen Pass und traf durch die Beine der TSC-Torhüterin zum 13:25. Das 13:26 ging wieder auf das Konto von Wolff. Beim Treffer durch Lara Steglich (4 Tore) in der 57. Minute wuchs der Vorsprung erstmals auf 16 Tore an (16:32). Dann zeichnete sich Torhüterin Ronja Nühse mit einem gehaltenen Strafwurf aus. Beim Nachwurf zum 17:32 war sie allerdings machtlos. Die Bienen beendeten die Partie mit einem 4:0-Lauf. Per Doppelschlag erhöhte Huth auf 17:34. Dann nutzte Steglich als Einläuferin einen Pass von Kreibich zum 17:35. Den Schlusspunkt setzte Eckart nach einem Zuspiel von Wolff zum 17:36-Endstand.

Mit dem Sieg und einer besseren Tordifferenz übernahmen die Bienen die Tabellenführung in der Staffel B. Sie sind genau wie der Frankfurter Handballclub nach vier Spielen noch ohne Verlustpunkt.

 

HCR-Trainerin Maike Daniels zum Spiel: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Mannschaft hat auch nach dem Sieg gegen Zwickau im Pokal wieder eine solide Leistung in Angriff und Abwehr abgerufen. Manche Abläufe können wir noch mehr auf den Punkt spielen, aber das Spiel gegen einen Gegner, der nicht so hohes Tempo geht, war auch nicht ganz einfach. Deshalb waren mentale Präsenz und mannschaftliche Aggressivität heute der Schlüssel zum Erfolg – die Mannschaft hat beides gezeigt.“

HCR: Ronja Nühse, Ann Rammer, Vanessa Huth (7/1), Olesia Parandii (7), Leonie Meersteiner (5), Jasmin Eckart (4/1), Lara Steglich (4), Isabel Wolff (4), Tammy Kreibich (4), Julia Mauksch (1), Hannah Mey

7-m: 3/6 : 2/2 Strafen: 3 x 2 Min. / 4 x 2 Min.

Disqu.: 0:0

Zuschauer: 50

Mannschaftsjubel
Zum Vergrößern Bild bitte anklicken

Zurück