Schwer erkämpfter Sieg – Juniorteam voll gefordert

Das Juniorteam der Rödertalbienen musste sich mächtig strecken, um bei Verfolger HSG Neudorf/Döbeln am Ende eines kampfbetonten Spieles knapp mit 28:25 die Nase vorn zu behalten. Nach dem Auswärtssieg führen die Juniorbienen mit 18:0 Punkten die Tabelle vor dem HC Leipzig II und dem SV Schneeberg mit jeweils 10:4 Punkten an, während die HSG Neudorf/Döbeln auf den sechsten Tabellenplatz abrutschte.

Trainer Steffen Wohlrab hatte vor dem Spiel seine Mädels gewarnt: „Döbeln ist äußerst kampfstark und spielt sehr kombinationssicher. Sie stecken nie auf und mit ihren eigenen Fans im Rücken motivieren sie sich immer wieder neu. Sie nutzen jede Schwächephase des Gegners. Besonders gefährlich sind sie aus dem Rückraum.“

Wie Recht er mit seiner Einschätzung hatte, sollte das Spiel zeigen. Von Beginn an ging es zur Sache, da gab es kein Abtasten. Zwei leichte Ballverluste bei den Bienen und zwei schnelle Konter der Gastgeberinnen und schon stand es 2:0. Nach dem Anschlusstreffer fiel prompt das 3:1. Angetrieben von 250 begeisternd mitgehenden Zuschauern entwickelte sich ein spannendes Spiel mit sehenswerten Spielzügen. Erst nach zehn Minuten konnte Rödertal beim 6:5 erstmals in Führung gehen. Jetzt hatte sich die Abwehr der Bienen auf das Kombinationsspiel der HSG eingestellt und setzten nun ihrerseits Akzente. Bis zur 15. Minute (8:9) blieb das Spiel ausgeglichen. Nun folgte die beste Phase der Gäste. Sicher in der Defensive und konzentriert im Abschluss, konnten sich die Bienen absetzen. Jetzt zeigten sie, warum sie ungeschlagen die Tabelle anführen. Auf diesem Niveau müssen sie keine Mannschaft in der Liga fürchten. In den nächsten 15 Minuten dominierten sie das Spiel und gingen verdient mit 17:11 in Führung und gleichzeitig in die Halbzeitpause. Auch die ersten sechs Minuten der zweiten Halbzeit gehörten den Gästen und mit einem 6:2-Lauf erhöhten sie den Vorsprung auf zehn Tore (13:23). Eigentlich war das Spiel gelaufen, aber eben nur eigentlich. Wie schnell eine Mannschaft von der Rolle kommen kann, zeigte die nächste Viertelstunde. Da genügen Kleinigkeiten um ein Team total zu verunsichern und von der Linie abzubringen. Dabei spielt die fehlende Erfahrung eine entscheidende Rolle. Zuerst ein verworfener Strafwurf, danach die Verletzung von Jasmin Eckert und dann schickten die Schiedsrichter auch noch Isabel Wolff wegen Blutflecken am Hemd auf die Bank und schon ging gar nichts mehr. Völlig verunsichert überließ man Döbeln die Initiative und die nahmen das Geschenk dankbar an. Von nun an spielten nur noch die Gastgeberinnen und die wurden von ihrem Publikum nach vorn getrieben. Mit jedem Tor, was sie erzielten, wuchs die Unsicherheit auf Seiten er Gäste. Auch die Schiedsrichter ließen sich von der Atmosphäre in ihren Entscheidungen beeinflussen. Nach 50 Spielminuten war Döbeln beim 22:24 wieder dran. Ein Tor für die Bienen, aber neun Gegentore in 14 Minuten sagen alles. Wohlrab versuchte mit einer Auszeit zu stabilisieren, es blieb aber ein Versuch. Aber noch führte sein Team mit zwei Toren und auch bei Döbeln schwanden die Kräfte. Nun endlich kehrte wieder etwas Ruhe ins Spiel ein und die Aktionen wurden zwingender. In den letzten acht Minuten war das Spiel ausgeglichen und die Bienen hielten ihren Gegner auf Distanz und der hatte nicht mehr die Kraft zum Kontern. Der 28:25 Auswärtserfolg war ein Arbeitssieg und die Erleichterung war den Mädels nach Spielschluss anzusehen. Döbeln hatte den Tabellenführer über 60 Minuten gefordert und war nur knapp unterlegen. Trainer Wohlrab nach dem Spiel: „Ich hatte meine Mädels gewarnt. Döbeln hat sich trotz des großen Rückstandes nicht beeinflussen lassen und gefightet. Wir haben bis zur 36. Minute so gespielt, wie ich das von meiner Mannschaft erwarte. Allerdings hatten wir dann auch 14 Minuten zum Vergessen. Hier müssen meine Mädels noch wesentlich abgezockter werden und sich nicht so leicht aus dem Konzept bringen lassen. Wir haben heute gegen einen starken Gegner gewonnen und das war ganz wichtig.“     

Bereits am nächsten Sonntag empfängt das Juniorteam mit dem SV Schneeberg einen weiteren Verfolger.

 

HCR mit: Jenny Raydar, Linda Zöge (6) Isabel Wolff (5), Lilli Roloff (4), Luisa Lucas (4/2), Lara Tauchmann (3), Jasmin Eckart (3/1), Lara Steglich (2), Viktoria Parthova (1), Victoria Hasselbusch, Jenny Lindner, Darin Schumberg, Elena Mai, Romy Schiemann,   

Trainer: Steffen Wohlrab, Andre Mauksch

Zuschauer: 250

7-m:   7/6 : 5/3,          Zeitstrafen:  1 x 2 Min. / 4 x 2 Min.          Disqu.: 0 / 0

Spielverlauf:  3:2 (5.), 5:6 (10.), 8:9 (15.), 10:13 (20.), 11:15 (25.)  11:17 (Hz.), 

13:21 (35.), 15:23 (40.), 19:23 (45.), 21:24 (50.), 24:27 (55.),  25:28

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