13.06.2017 07:50

Spielgemeinschaft Rödertal/Radeberg beim Zuse-Cup nur Vierter

A-Jugend


Der Zuse-Cup in Hoyerswerda ist der jährliche Höhepunkt für Auswahlmannschaften der Bundesländer männlich und weiblich der Altersklasse der 16- bis 17-jährigen. Im weiblichen Bereich hatte die Auswahl von Hessen kurzfristig abgesagt und deshalb hatte der Handballverband Sachsen angefragt, ob die A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg den Startplatz von Hessen übernehmen will. Für die Trainer Steffen Wohlrab und Mirko Schulz eine willkommene Gelegenheit, die Mannschaft zum Saisonabschluss noch einmal zu fordern. Nach den Erfolgen in der Qualifikation zur Jugendbundesliga gingen die Mädchen mit sehr viel Selbstvertrauen in das Turnier, ging es doch gegen Mannschaften, die durchschnittlich ein Jahr jünger waren. Auch beim Trainergespann war die Erwartungshaltung dementsprechend hoch. Gespielt wurde in zwei Dreiergruppen mit Hin- und Rückspiel.

Gruppenspiele:

Auswahl Berlin – SG Rödertal/Radeberg     13:17

SG Rödertal/Radebergb – Auswahl Niedersachsen     15:17

SG Rödertal/Radeberg – Auswahl Berlin     23:13

Auswahl Niedersachsen – SG Rödertal/Radeberg     13:13

Halbfinals:

Auswahl Sachsen – SG Rödertal/Radeberg     25:15

Auswahl Niedersachsen – Auswahl Mecklenburg-Vorpommern     20:17

Platz 3:

SG Rödertal/Radeberg – Auswahl Mecklenburg-Vorpommern     20:24

Finale:

Auswahl Sachsen – Auswahl Niedersachsen     13:21

Bereits im ersten Spiel gegen die Auswahl Berlin tat sich die SG lange Zeit sehr schwer, konnte aber noch deutlich gewinnen. Im zweiten Spiel gegen Niedersachsen war dann die Luft raus, es fehlte der nötige Biss. Zu allem Unglück verletzten sich Julia Mauksch und Emma Kocken. Julia konnte leider im gesamten Turnierverlauf nicht mehr eingesetzt werden. In den Rückspielen wurde Berlin erneut deutlich bezwungen aber bereits gegen Niedersachsen hatten die Mädels ihre Nerven nicht im Griff. Drei Minuten vor Schluss lagen sie noch mit drei Toren vorn und das hätte für den Gruppensieg gereicht. Dann aber der Einbruch und Niedersachsen konnte noch ausgleichen – eine herbe Enttäuschung. Damit war die Auswahl Sachsen im Halbfinale der nächste Gegner und immerhin war das der Deutsche Meister in der B-Jugend. Nur zu Beginn konnten unsere Mädels noch einigermaßen mithalten, doch dann zog Sachsen an und die SG hatte nichts mehr zum Zusetzen. Team Sachsen war frischer und beweglicher und wesentlich schneller auf den Beinen. Der Sieg mit zehn Toren Differenz geht deshalb absolut in Ordnung. Auch wenn es das fünfte Spiel an einem Tag war, war die Niederlage ernüchternd. Was besonders auffiel, waren die großen Leistungsschwankungen. Die Mädels waren platt, sowohl körperlich als auch mental. Nun wollte man sich am Finalsonntag wenigsten noch Platz drei sichern, aber leider wurde auch daraus nichts. Die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern  entzauberte unser Team. Sie spielten nicht unbedingt besser, aber wesentlich cleverer und sie bestraften die Fehler der SG-Mädels gnadenlos. Dazu kam bei denen noch eine miserable Bilanz vom 7-m-Punkt und so wurde aus dem Podestplatz nichts. Einziger Lichtblick, Jasmin Eckart wurde in das Allstar-Team berufen. Für die Mannschaft war es eine neue Erfahrung, auch wenn die schmerzhaft war. Mit links gewinnt man keine Spiele und gefightet muss bis zum Schluss werden. Nur wenn die Einstellung stimmt und alle an ihr Limit gehen, wird man erfolgreich sein, vielleicht ein Fingerzeit zur rechten Zeit. In der Jugendbundesliga wird es bestimmt nicht einfacher.