29.05.2017 08:07

Direkte Qualifikation - Wahnsinn

SG Rödertal/Radeberg   Jugendbundesliga: Qualifikation Gruppe 2


Die A-Jugend der Spielgemeinschaft Rödertal/Radeberg qualifizierte sich im niedersächsischen Peine mit vier Siegen direkt für die Jugendbundesliga.

SG Rödertal/Radeberg – SV Union Halle-Neustadt     19:10  (8:7)

HSV Magdeburg – SG Rödertal/Radeberg      19:23  (7:13)

HC Burgenland – SG Rödertal/Radeberg     13:30  (8:13)

SG Rödertal/Radeberg – HSG Nienburg     24:14  (10:4)   


Nur die jeweiligen Gewinner der fünf Vorrundengruppen qualifizieren sich direkt für die Jugendbundesliga. Die Plätze zwei und drei haben in 14 Tagen eine zweite Chance. Darauf wollten sich allerdings die Trainer Steffen Wohlrab und Mirko Schulz nicht einlassen. Zielstellung für die Mannschaft war die direkte Qualifikation. Seit fünf Wochen „basteln“ beide Trainer an der Mannschaft und offensichtlich haben sie ihre Erfolgsformation gefunden. Und das war bestimmt kein einfacher Prozess, musste doch aus zwei in Sachsen erfolgreichen Teams eine neue Mannschaft aufgebaut werden und das in sehr kurzer Zeit. Das gemeinsame Ziel –Jugendbundesliga- motivierte alle Spielerinnen, konnten doch von 22 nur 16 mit nach Peine fahren. Auch der Turniermodus, zwei Spiele am Samstag und zwei Spiele am Sonntag war neu und ungewohnt, da hieß es die Kräfte einzuteilen.

Gleich im ersten Spiel trafen die SG-Mädels auf den Turnierfavoriten von SV Union Halle-Neustadt, der bereits mit einem Sieg gegen Nienburg gestartet war. Halle begann sehr sicher und lag bereits nach fünf Minuten mit 4:2 vorn. Die SG war sichtlich beeindruckt, nichts lief zusammen und selbst klarste Chancen wurden leichtfertig vergeben oder verstolpert. Zum Glück behielt Torhüterin Jenny Raydar die Nerven und parierte mehrfach großartig. Nach 15 Minuten führten die Hallenserinnen immer noch mit 7:5. Nun aber kam die SG besser ins Spiel. Die Abwehr stabilisierte sich und die Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Ausgleich konnte Lara Steglich unmittelbar vor der Pausensirene die erstmalige Führung erzielen. Das war der Wendepunkt im Spiel. Die ersten zehn Minuten in Hälfte zwei gehörten der Spielgemeinschaft. Mit einem 5:1-Lauf entschieden sie das Spiel. Nach der 13:8 Führung ging bei Halle-Neustadt gar nichts mehr, mental angeschlagen, ergaben sie sich in ihr Schicksal und so wurde es am Ende noch ein sehr deutlicher Erfolg mit neun Toren Differenz. Nach zwei Stunden wartete mit dem HSV Magdeburg bereits der nächste schwere Brocken. Die SG-Mädels wussten, mit einem Sieg kommen sie ihrem Ziel ein wesentliches Stück näher. Magdeburg ging zwar ganz schnell mit 2:0 in Führung, das war es dann aber auch. Nun kamen die Sächsinnen. In den folgenden 20 Minuten zeigten sie ihre beste Leistung und führten bereits mit 17:11 und 19:13. Mit zwei unnötigen Fehlern brachte man Magdeburg wieder ins Spiel und plötzlich witterten die Morgenluft und kamen gefährlich auf. Die SG hatte alle Hände voll zu tun, den 23:19 Erfolg nach Hause zu bringen. Zwei Siege bedeuteten die Tabellenführung nach dem ersten Tag. Dementsprechend ausgelassen war die Stimmung in der Mannschaft.

Die schwierigste Aufgabe für die Trainer war es, die Konzentration der Mädels bei den tropischen Temperaturen hoch zu halten. Erster Gegner am zweiten Turniertag war der bisher sieglose HC Burgenland, ein idealer Einstieg. Das Spiel war eine eindeutige Angelegenheit. Burgenland war eindeutig unterlegen und hatte nicht die Spur einer Chance. Konnten sie in der ersten Hälfte noch einigermaßen mithalten, so waren sie in der zweiten Halbzeit mit ihren Kräften am Ende und verloren sehr deutlich mit 13:30. Wohlrab und Schulz hatten ungewöhnlich viel gewechselt, um Kräfte zu sparen und das sollte sich noch auszahlen. 

Das letzte Spiel der SG Rödertal/Radeberg gegen die HSG Nienburg war ein echtes Finale. Die Niedersächsinnen hatten zum Auftakt nur gegen Halle-Neustadt mit einem Tor verloren und konnten mit einem Sieg gegen Rödertal/Radeberg noch Turniersieger werden. Den Sächsinnen wiederum reichte bereits ein Unentschieden. Doch darauf wollte man sich auf gar keinen Fall verlassen. Dementsprechend konzentriert gingen die SG-Mädels in das Spiel. Mit einer überragenden Defensive und einer sehr guten Torhüterin brachte man die Nienburgerinnen schier zum Verzweifeln. Sie fanden einfach keine Mittel. Beim 10:4 Pausenstand für die SG war das Spiel entschieden. Auch kräftemäßig hatte die HSG in Hälfte zwei nichts mehr zu Zusetzen. Der 24:14 Erfolg war ein toller Abschluss und die direkte Qualifikation während Halle und Nienburg in 14 Tagen noch eine Chance haben.       

SG: Jenny Raydar, Julia Mauksch, Jasmin Eckart, Lara Tauchmann, Lara Steglich, Isabel Wolf, Nadja Irmisch, Vanessa Maluschke, Luisa Lukas, Jenny Lindner, Romy Schiemann, Linda Zöge, Anna Starke, Emma Kocken, Elena Mai

Trainer: Steffen Wohlrab, Mirko Schulz