Sachsenliga B-Jugend (WJB)

SG Rödertal/Radeberg

Glücklicher Last-Minute-Sieg im Spitzenspiel  

SG Rödertal/Radeberg – HC Leipzig     29:28 (19:14)

Das Spitzenspiel in der B-Jugend-Sachsenliga konnte die SG Rödertal/Radeberg gegen den HC Leipzig ganz knapp und auch etwas glücklich mit 29:28 für sich entscheiden. Mit dem Sieg baute das Team der Trainer Mirko Schulz und Steffen Wohlrab den Vorsprung auf die Verfolger Leipzig und Chemnitz auf drei Punkte aus und führt souverän die Tabelle an.

Die Gäste aus Leipzig hatten bisher nur im Spiel gegen die MSG CheLO einen Punkt abgegeben und die Gastgeberinnen aus dem Rödertal waren noch verlustpunktfrei, so dass man getrost von einem Spitzenspiel mit richtungsweisendem Charakter sprechen konnte. Die Favoritenrolle lag allerdings bei den SG-Mädels, da der HC Leipzig in der Sachsenliga mit einer C-Jugend-Mannschaft an den Start geht und die Spielerinnen durchweg zwei Jahre jünger sind. Bei den Gastgeberinnen fehlte mit Nancy Schott eine wichtige Stütze im Rückraum, dafür kam Neuzugang Nadine Urban zu ihrem ersten Einsatz.

Sehr gute erste Halbzeit.

Das Spiel begann für die Zuschauer wie erwartet, die ersten Akzente setzten die SG-Mädels und führten schnell mit 2:0. So richtig rund lief es allerdings nicht. Zu viele Angriffe wurden nicht konzentriert genug abgeschlossen und so kamen die Gäste immer wieder zu leichten Ballgewinnen und die nutzten sie auch. Beim 4:4 waren sie wieder dran. Nun war es ein Spiel auf Augenhöhe. Die SG legte vor und Leipzig glich mehrfach postwendend wieder aus. So ging es bis zum 9:9 in der 15. Minute. Nun aber folgten die besten zehn Minuten der Gastgeberinnen, die sich mit sehr schönen Kombinationen und Zuspielen zum Kreis, die Luise Lucas sicher verwertete, auf 17:12 absetzten. Auf den Rängen war man sich sicher, das Spiel ist gelaufen. Leipzig wirkte irgendwie unsicher und gehemmt und den SG-Mädchen gelangen auch einige glückliche Tore und so ging es mit einer Fünf-Tore Führung in die Halbzeitpause. Was im Handball alles möglich ist, sollten die zweiten 25 Minuten zeigen. Auch der Beginn von Hälfte zwei verlief noch nach Plan. Elena Mai erhöhte auf 20:14, was sollte da noch passieren? Nun aber ging es langsam aber stetig abwärts. Es waren die kleinen Fehler, die das Spiel der SG bestimmten. Zuerst erhielt Luise Lucas eine Zeitstrafe. Das nutzten die Gäste um auf 17:20 zu verkürzen. Danach wieder zwei unkonzentrierte Abschlüsse und Fehlabspiele und schon war der HCL beim 22:21 auf ein Tor heran. Waren es in der ersten Hälfte die Gastgeberinnen, die das Spiel bestimmten, so kam der HC Leipzig jetzt immer besser ins Spiel. Mit schnellen Beinen in der Defensive setzten sie die SG immer mehr unter Druck und zwangen sie zu Fehlern und die nutzten sie gnadenlos. Zwölf Minuten vor Ultimo konnten sie beim 23:24 erstmals die Führung erobern. Das Spiel drohte zu Gunsten der Gäste zu kippen. Nun legte Leipzig vor und die Gastgeberinnen mussten immer wieder nachziehen. So ging es bis zum 27:27. Die Zuschauer spürten, dass jeder Fehler die Spielentscheidung bringen kann und sie feuerten ihre Teams lautstark an und peitschten sie nach vorn. Die letzten zwei Minuten waren nichts für schwache Nerven. Zuerst gingen die Gäste erneut in Führung erhielten aber unmittelbar danach eine Zeitstrafe. Das wiederum nutzte die SG zum Ausgleich und konnte 20 Sekunden vor Schluss erneut den Ball erobern. Sofort nahm Mirko Schulz, der Trainer der SG, taktisch klug eine Auszeit und gab letzte Anweisungen und die Mädels hielten sich daran. Quasi mit dem letzten Spielzug wurde Luise Lucas am Kreis freigespielt und die behielt die Nerven und verwandelte. Alles in Allem ein hart erkämpfter aber auch glücklicher Sieg.      

 SG: Nadine Frenzel, Carmen Berndt, Luisa Lukas (8/3), Elena Mai (7), Lara Tauchmann (7),  Emma Kocken (5),  Linda Zöge (1), Marleen Bergmann (1), Sarah Böhme, Laura Fiedler, Nadine Urban, Lilly Heine, Jenny Schmidt, Lara Seifert,   

7-m:  3/3 : 2/2         Zeitstrafen: 2 x 2 Minuten / 1 x 2 Minuten      Disqu.: 0/0

Zuschauer: 89

Spielverlauf: 6:4 (10.), 9:9 (15.), 14:11 (20.), 19:14,  20:17 (30.), 23:21 (35.) 24:24 (40.), 26:26 (45.), 29:28        

Zurück